RE1-Bahnhof Eisenhüttenstadt modernisiert und barrierefrei

Daniel Euteneuer (DB Station&Service), Frank Balzer (Bürgermeister Eisenhüttenstadt), Guido Beermann (Minister Brandenburg) und Thomas Dill (VBB) bei der Einweihung des modernisierten Bahnhofs, Foto MIL

Bequemer zum Zug: Bahnhof Eisenhüttenstadt modern und barrierefrei

26.10.2022

Reisende im Bahnhof Eisenhüttenstadt kommen jetzt bequemer und barrierefrei zum Zug. Die Deutsche Bahn (DB) hat die Verkehrsstation vollständig erneuert. Bahnsteig und Bahnsteigdach wurden von Grund auf neu errichtet. Eine neue Personenunterführung verbindet nördlich, im Anschluss an das ehemalige Empfangsgebäude, den schon bestehenden Park- and Ride-Platz in der Eisenbahnstraße mit dem Bahnsteig. Über zwei Aufzüge ist der Bahnsteig barrierefrei zu erreichen. Davon profitieren insbesondere Fahrgäste mit Mobilitätseinschränkungen, Reisende mit viel Gepäck, Kinderwagen oder Fahrrädern. Auch das Wege- und Blindenleitsystem am Bahnhof hat die DB erneuert.

Daniel Euteneuer, Leiter Regionalbereich Ost bei DB Station&Service: „Attraktive und barrierefreie Bahnhöfe sind das Eingangstor zur klimafreundlichen Schiene und zur Stadt zugleich. Der neugestaltete Bahnhof ist ein spürbarer Gewinn für alle Bahnkunden, Berufspendler, Besucher und Gäste von Eisenhüttenstadt.“

Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung: „Der neue Bahnhof ist ein gelungenes Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Bahn, Kommune, Land und Bund. Mit der Umgestaltung wurde eine moderne und barrierefreie Mobilitätsdrehscheibe für Eisenhüttenstadt geschaffen. Das Land hat sich hier mit rund 4,3 Millionen Euro an der Grunderneuerung des Bahnhofes beteiligt – die Gestaltung des Bahnhofsumfeldes unterstützt das Land mit rund 1,9 Millionen Euro. Das ist gut investiertes Geld in eine bessere Verkehrsinfrastruktur, in die Fahrgastzufriedenheit und damit in die Verkehrswende.“

Die Modernisierung des Bahnhofes in Eisenhüttenstadt war 2020/2021 nach der Sanierung des Cottbuser Hauptbahnhofes das zweitgrößte Bahnhofsbauprojekt der Deutschen Bahn in Brandenburg. Insgesamt haben DB, Bund und Land gemeinsam rund zehn Millionen Euro investiert. Die Stadt hat zudem die Westseite des Bahnhofs mit Parkplätzen und Buswendeschleife neugestaltet.

 

Schnelle Verbindungen,
pünktliche Züge,
mehr Platz in der Bahn:


Attraktiveres Bahnangebot

Bahnsteigverlängerungen an sechs RE1-Stationen in Brandenburg

RE1-Bahnsteigverlängerung Spatenstich mit Guido Beermann (Infrastrukturminister in Brandenburg), Daniel Euteneuer (DB Station&Service) und Bernd Arm (VBB GmbH), Foto: VBB

i2030-Projekt West-Ost: Bahnsteigverlängerungen an sechs RE1-Stationen in Brandenburg

28.09.2022

Im Infrastrukturprojekt „i2030 – Mehr Schiene für Berlin und Brandenburg“ verlängert die Deutsche Bahn (DB) im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg die Bahnsteige an sechs Bahnhöfen auf der Linie des RE1 und erhöht damit die Kapazität auf der klimafreundlichen Schiene. Erweitert werden in der ersten Betriebsstufe die Bahnsteige an den Stationen Fangschleuse, Hangelsberg, Berkenbrück, Briesen, Jacobsdorf und Pillgram, damit längere Züge mit mehr Sitzplätzen für mehr Reisende halten können. In einer zweiten Ausbaustufe, für die bereits die Planungen laufen, werden ab 2025 noch einmal Bahnsteige auf der RE1 verlängert, damit achtteilige Züge an allen Stationen halten können.

 

Den Start für den Ausbau der Bahnsteige gaben heute Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, Daniel Euteneuer, Leiter DB Station&Service AG, Regionalbereich Ost und Bernd Arm vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) mit einem Spatenstich am Bahnhof Berkenbrück. Ab dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember halten an allen RE1-Stationen sechsteilige Neufahrzeuge vom Typ Desiro HC mit 637 Sitzplätzen. Der Angebotsausbau gehört zum neuen Verkehrsvertrag Netz Elbe-Spree, mit dem die Länder Berlin und Brandenburg die Stärkung der Schiene und die Verkehrswende in der Hauptstadtregion voranbringen.

 

Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung, Brandenburg: „Durch den Ausbau der ersten sechs Brandenburger Bahnsteige auf der Linie RE 1 schaffen wir die Grundlage dafür, um dort mit modernsten Fahrzeugen und deutlich mehr Kapazitäten fahren zu können. Fahrgäste können sich nicht nur über weitere Sitzplätze freuen, sondern auch über noch besseren Service an Bord, wie WLAN, Echtzeit- oder ein Fahrgastsicherheitskomfortsystem. So wollen wir Bahnfahren noch attraktiver machen und die Menschen zum Umsteigen bewegen.“

Schnelle Verbindungen,
pünktliche Züge,
mehr Platz in der Bahn:


Attraktiveres Bahnangebot

Stammstrecke Heidekrautbahn – Auslage Planungsunterlagen

Anstehende Bürgerbeteiligung im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens – Planungsunterlagen zur öffentlichen Einsicht werden für einen Monat ausgelegt

28.08.2022

Die Genehmigungsphase für die Reaktivierung der Stammstrecke der Heidekrautbahn (RB27) zwischen dem Abzweig Schönwalde und Berlin-Wilhelms­ruh schreitet voran. Nachdem die im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens benötigten Planungsunterlagen der einzelnen Streckenabschnitte und Haltepunkte von den zuständigen Prüfbehörden der Länder Berlin und Brandenburg begutachtet wurden, folgt nun die Auslage der Unterlage.

Neben den Abstimmungen zwischen der Vorhabenträgerin Niederbarnimer Eisenbahn-AG und den Ländern Berlin und Brandenburg sowie dem VBB im Rahmen des Infrastrukturprojektes i2030, sieht das Verfahren zur Planfeststellung nun die Beteiligung der Öffentlichkeit vor. Interessierte erhalten dabei vom 08.08.2022 bis zum 07.09.2022 die Gelegenheit, die geplanten bau- und naturschutzrechtlichen Maßnahmen einzusehen und die Möglichkeit zur Stellungnahme. Die Ankündigung über die Auslegung der Planungsunterlagen erfolgt über die Amtsblätter der jeweiligen Brandenburger Kommunen und das Berliner Amtsblatt. Dort finden sich Informationen zu den entsprechenden Orten und Zeiten der Einsichtnahme in die Planungsunterlagen, die Adressaten für Einwendungen sowie weitere für das Anhörungsverfahren wichtige Mitteilungen.

Die Auslegung findet Ländergrenzen übergreifend statt; die Brandenburger Unterlagen können somit in Berlin-Pankow und die Berliner Unterlagen in der Gemeinde Mühlenbecker Land eingesehen werden. Möglich ist dies sowohl online als auch persönlich vor Ort; für Letzteres wird in der Regel eine vorherige Terminvereinbarung erbeten. Digital sind die Planungsunterlagen unter www.LBV.brandenburg.de und www.berlin.de/planfeststellungen einsehbar. Ein weiterer Zugang besteht über das UVP-Portal der Länder für umweltverträglich­keitsprüfungspflichtige Vorhaben (www.uvp-verbund.de).

Nach der Auslegung erhalten die Öffentlichkeit und die Behörden die Möglichkeit, innerhalb einer einmonatigen Frist ihre Bedenken und Hinweise bis zum 07.10.2022 einzureichen. Diese werden im anschließenden Erörterungstermin zwischen der Vorhabenträgerin und den Betroffenen unter Leitung der Anhörungs­behörde besprochen. Über die Berücksichtigung der Einwendungen wird nach Abschluss des Anhörungsverfahrens durch die Planfeststellungsbehörde entschie­den und abschließend ein Planfeststellungsbeschluss erlassen. Damit erhält die Niederbarnimer Eisenbahn-AG ihre Baugenehmigung.

Davon abhängig ist auch der endgültige Finanzierungsrahmen sowie der finale Schlussbericht der Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU). Nach vorläufigem Schlussbericht ist das Vorhaben zur Reaktivierung der Stammstrecke Heidekrautbahn aus gesamtwirtschaftlicher Sicht förderfähig. Die final abgeschlossene NKU bildet die Grundlage der Antragsstellung auf Bundesförderung.

Schnelle Verbindungen,
pünktliche Züge,
mehr Platz in der Bahn:


Attraktiveres Bahnangebot

i2030-Lenkungskreis vom 27.06.2022

i2030-Gesamtkarte

i2030-Lenkungskreis: Zielvarianten für Potsdamer Stammbahn und Prignitz-Express bestätigt

27.06.2022

Auf der 13. Sitzung des i2030-Lenkungskreises am 27. Juni 2022 wurden die Zielvarianten in den Korridoren Potsdamer Stammbahn und Prignitz-Express bestätigt sowie nächste Schritte für Planung und Finanzierung fixiert. Die Teilelektrifizierung des Prignitz-Express wird als neues Projekt in i2030 integriert. Die geplante Task-Force im Nachgang des Bahngipfels wollen die i2030-Partner als Chance nutzen, um die finanzielle Beteiligung des Bundes für den nötigen Bahnausbau in der Hauptstadtregion abzusichern.

In der 13. Sitzung des i2030-Lenkungskreises verständigten sich die Partner des Infrastrukturprojektes – die Länder Berlin und Brandenburg, die Deutsche Bahn und der VBB – auf folgende Festlegungen:

Aus Potsdamer Stammbahn wird Potsdamer Stammbahn +

Für den Wiederaufbau der Potsdamer Stammbahn wurde die von den Ländern Berlin und Brandenburg angekündigte Lösung als elektrifizierte, zweigleisige Strecke für Regionalzüge zwischen Griebnitzsee, Zehlendorf und Potsdamer Platz bestätigt. Da die geplanten Verkehre mit bis zu vier Regionalzügen pro Stunde nicht alle über den stark ausgelasteten Nord-Süd-Fernbahntunnel geführt werden können, sollen Verbindungen zukünftig auch über die „Kurve Schöneberg“ und den Berliner Innenring in Richtung Berlin Ostkreuz fahren. Zwischen Schöneberg und Treptow muss die Strecke dafür elektrifiziert und zweigleisig ausgebaut werden. Diese zusätzlichen Ausbaumaßnahmen führen gleichzeitig zur Stärkung des Berliner Bahnknotens. Mit der Erweiterung des i2030-Korridors um den Berliner Innenring wird er künftig zu Süd-West: Potsdamer Stammbahn + / S25 Süd

Teilelektrifizierung wird im i2030-Korridor Nord-West: Prignitz-Express / Velten mitgeplant

Die Direkteinbindung der Regionalverkehrslinien des Prignitz-Express (RE6, RB55) von Hennigsdorf nach Berlin Gesundbrunnen war eine Zielstellung der Grundlagenermittlung, die nun verworfen werden musste. Grund sind die hohen Ausbaukosten im innerstädtischen Umfeld, die für den Ausbau des Regionalverkehrs parallel zur S25 nötig wären. Damit wird der Nachweis einer volkswirtschaftlichen Förderwürdigkeit gegenüber dem Bund verfehlt. Zur Verbesserung der Schienenverbindung von Hennigsdorf in die Berliner Innenstadt hat der Lenkungskreis zugestimmt, den 10-Minuten-Takt der S-Bahn zwischen Schönholz und Hennigsdorf mit neuer Verkehrsstation Berlin Borsigwalde zu planen. Als weiteres verkehrliches Ziel soll die Möglichkeit geschaffen werden, einen zweiten Zug pro Stunde von Hennigsdorf über den Außenring nach Berlin einzubinden.

Zusätzlich wird die Teilelektrifizierung des Prignitz-Expresses bis Wittenberge in das i2030-Projekt aufgenommen. Als Entscheidungsgrundlage diente das vom VBB beauftragte Gutachten, das die Teilelektrifizierung und den Einsatz von Batterietriebzügen als wirtschaftliche und effiziente Lösung empfiehlt. Damit sollen die Dieselfahrzeuge auf der Strecke abgelöst werden.

Mehr Informationen zur den Zielvarianten für die Potsdamer Stammbahn und dem Prignitz-Express finden Sie in der Pressemitteilung vom 23.05.2022.

Task-Force im Zuge des Bahngipfels bietet Chance für bessere Zusammenarbeit mit dem Bund

Nach dem Bahngipfel vom 3. Juni 2022 beginnen die Vorbereitungen für eine Task-Force unter Federführung der Berliner und der Brandenburger Verkehrsverwaltung, die zur beschleunigten Umsetzung der notwendigen Schienenausbauprojekte in der Hauptstadtregion ins Leben gerufen werden soll. Aus Sicht der i2030-Partner sind vorrangige Aufgaben die Sicherung der Bundesfinanzierung und ein gemeinsames Verständnis zur Priorisierung der Maßnahmen. Dazu werden sich Vertreter*innen aus dem Bundesverkehrsministerium (BMDV), dem Eisenbahnbundesamt (EBA), den Ländern Berlin und Brandenburg, sowie der Deutscher Bahn und dem VBB sobald wie möglich austauschen.

Bettina Jarasch, Senatorin für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz des Landes Berlin: „Für die Mobilitätswende in der Region sind unsere Entscheidungen zur Potsdamer Stammbahn und zum Prignitzexpress ein riesengroßer Schritt nach vorn. Wir bauen die Pendlerrouten aus und sorgen für eine hohe Attraktivität des Bahnverkehrs mit seiner klima- und umweltfreundlichen Mobilität für alle. Unser Ziel ist es, dass immer mehr Menschen vom Auto auf die Bahn umsteigen wollen – dafür braucht es den Ausbau der Strecken, dichte Takte und komfortable Züge. Jetzt gilt es, die Planungen zu beschleunigen. Und der Bund ist gefragt, für diese wichtigen Strecken die Finanzierung zu sichern.“

Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Wir wollen das Schienennetz in der Metropolregion und ganz Brandenburg weiter ausbauen und so den klimafreundlichen SPNV nachhaltig stärken. Das ist auch im neuen Landesnahverkehrsplan für Brandenburg festgehalten. Der Wiederaufbau der Potsdamer Stammbahn nimmt jetzt mit dem Systementscheid für eine Regionalbahnvariante konkrete Form an. Wir werden nun die Vorplanung anstoßen. Mit der Entscheidung zur Elektrifizierung des Prignitz Express gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zur Dekarbonisierung des SPNV bis 2037 und damit für die Verkehrswende. Wenn sie gelingen soll, muss sich aber auch der Bund noch deutlicher zur Schiene bekennen. Zu den i2030-Projekten sind wir bereits im Dialog mit dem Bundesverkehrsministerium. Mit der Taskforce wird diese Zusammenarbeit weiter intensiviert.“

Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern:

„Mit den durch die Länder Berlin und Brandenburg vollzogenen Entscheidungen wollen wir als Deutsche Bahn nun auch auf der „Potsdamer Stammbahn +“ und dem „Prignitz-Express“ in die konkreten Planungen einsteigen. Zudem erfolgt mit der Aufnahme des südlichen Berliner Innenrings in den Korridor der „Potsdamer Stammbahn +“ ein weiterer wichtiger Schritt zur Vollendung des Bahnknoten Berlins. Mit der Einrichtung der Task-Force wollen wir dann noch weitergehen, und auch für den Ausbau der Ostbahn und der Stärkung des Schienengüterverkehrs in der Region erste Schritte vollziehen.“

Martin Fuchs, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB):

„Das Netz Elbe-Spree bringt für die Fahrgäste im VBB ab Dezember 2022 rund 30 Prozent mehr Angebot auf die Schiene. Damit wird es für die vielen Pendler*innen spürbare Entlastung auf ihren täglichen Fahrwegen geben. Das Projekt i2030 ermöglicht es, diesen Trend zur Schienenmobilität in den kommenden Jahren noch weiter auszubauen. Deshalb freuen wir uns über die Entscheidungen des Lenkungskreises für die Potsdamer Stammbahn und den Prignitz-Express. Durch die Teilelektrifizierung und den Einsatz von Batterietriebzügen fahren die Linien RE6 und RB55 bald dieselfrei in die Prignitz. Mit diesen Planungsentscheidungen zeigen die Länder Berlin und Brandenburg, dass sie es mit der Verkehrswende ernst meinen. Innerhalb der geplanten Task-Force wollen wir die Projekte zusammen mit dem Bund beschleunigen und mit einer gesicherten Finanzierung umsetzen. Profiteure aller Bemühungen sind die Fahrgäste und der Klimaschutz.“

Schnelle Verbindungen,
pünktliche Züge,
mehr Platz in der Bahn:


Attraktiveres Bahnangebot

Bahngipfel Berlin-Brandenburg

Franziska Giffey (r, SPD), Regierende Bürgermeisterin von Berlin, und Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg wollen noch mehr Bahnstrecken in der Region ausbauen, Foto: Soeren Stache/DPA

Bahngipfel Berlin-Brandenburg - Leistungsfähig, klimaneutral, sicher – Berlin und Brandenburg setzen Ziele für moderne Schienen-Mobilität

Pressemitteilung vom 03.06.2022

Potsdam/Berlin 3. Juni 2022

Die Mobilität auf der Schiene soll in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg neue Fahrt aufnehmen. Das wurde auf dem ersten Bahngipfel beider Bundesländer auf Einladung der Regierenden Bürgermeisterin, Franziska Giffey, und von Ministerpräsident Dietmar Woidke heute in Potsdam bekräftigt.

An dem Arbeitstreffen nahmen die Parlamentarische Staatssekretärin Daniela Kluckert aus dem Bundesverkehrsministerium, der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Staatsminister Carsten Schneider, und der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn, Alexander Kaczmarek, sowie weitere hochrangige Vertreterinnen und Vertreter beider Länder teil. Es herrschte Einigkeit, dass das Ziel, die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg zu einer der attraktivsten Metropolregionen Europas zu machen, nur mit einem attraktiven, leistungsfähigen und sicheren Nah- und Fernverkehr auf der Schiene gelingen kann.

Franziska Giffey, Regierende Bürgermeisterin von Berlin: „Für die Metropolregion Berlin-Brandenburg mit 6 Millionen Menschen ist ein attraktiver und leistungsfähiger Nah- und Fernverkehr auf der Schiene von entscheidender Bedeutung für eine starke Wirtschaft, gute und sichere Arbeitsplätze und mehr Lebensqualität. Die steigende Nachfrage, die notwendige Verkehrswende und der Klimaschutz erfordern mehr Kapazitäten im Schienennetz. Wir haben deshalb heute gemeinsam mit dem Bund und der Deutschen Bahn beraten, wie wir den Ausbau der Schieneninfrastruktur in der Metropolregion weiter voranbringen und beschleunigen. Wir haben heute vereinbart, den Bahnknoten Berlin zusätzlich zur i2030 Strategie zu stärken – durch Kapazitätserweiterung, Gebietserschließung, Taktverdichtung und Digitalisierung. Für die Menschen in unserer Region, insbesondere die täglich eine halbe Million Pendlerinnen und Pendler bedeutet dies spürbare Verbesserungen mit schnelleren und regelmäßigeren Verbindungen und Investitionen in Qualität und Zuverlässigkeit.“

Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg: „Berlin und Brandenburg packen zusammen an, um die Klimaziele im Mobilitätsbereich zu erreichen. Mit der Ausweitung des Verkehrsangebotes auf der Schiene um 30 Prozent gehen wir in diesem Jahr einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Das reicht aber nicht. Damit es weiter vorangeht, brauchen wir vom Bund eine langfristige Finanzierungsperspektive. Die Aufnahme verschiedener Teilprojekte in den Bundesverkehrswegeplan haben wir heute bereits beim Bund platziert. Wir brauchen auch in den nächsten Jahren zusätzliche Angebote, eine bessere Qualität und mehr funktionierende Schieneninfrastruktur. Mit dem heutigen Bahngipfel haben Berlin und Brandenburg mit dem Bundesverkehrsministerium, der Deutschen Bahn AG und dem Eisenbahnbundesamt die Kräfte gebündelt und die politischen Weichen für den weiteren Infrastrukturausbau und die Zukunft des gemeinsamen Projekts i2030 gestellt. Der Ausbau muss so erfolgen, dass sowohl die Konflikte im Bahnknoten Berlin gelöst werden als auch zusätzliche Angebote in der Fläche Brandenburgs realisierbar sind. Fern-, Regional- und Wirtschaftsverkehr dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.“

Ab Dezember 2022 werden in den Schienenverkehrs-Netzen Elbe-Spree und Lausitz insgesamt 32,3 Millionen Zugkilometer gefahren. Das ist eine Steigerung um ca. 6 Millionen Zugkilometer. Das Verkehrsangebot wird durch engere Taktung und längere Züge um rund 30 Prozent ausgeweitet. Grundlage dafür sind die im Jahr 2019 erfolgten Neuausschreibungen und Vergaben dieser Verkehrsnetze. Für die Maßnahmen an der Görlitzer Bahn zwischen Berlin und Cottbus ist die Finanzierung über das Strukturstärkungsgesetz gesichert.

Die Fahrgastzahlen werden in der Hauptstadtregion weiter steigen. Die Ausweitung der Verkehrsangebote stößt damit an die Kapazitätsgrenzen der Infrastruktur. Daher müssen gezielte Ausbaumaßnahmen vorbereitet und umgesetzt werden. Dies betrifft sowohl den Bahnknoten Berlin als auch Infrastrukturmaßnahmen in der Fläche des Landes Brandenburg.

Folgende Strecken sind bereits im Bundesverkehrswegeplan verankert und befinden sich im Bau bzw. in den letzten Planungsphasen:

  • Dresdner Bahn (vom Südkreuz bis Außenring)
  • Stettiner Bahn (von Angermünde bis Landesgrenze)
  • Lehrter Stammbahn (von Berlin nach Hannover)

Im Gemeinschaftsprojekt i2030 sind folgende Strecken in Planung:

  • Hamburger Bahn (Berlin – Wittenberge – Hamburg)
  • Prignitz-Express (Velten-Neuruppin)
  • Heidekrautbahn (Gesundbrunnen – Schildow)
  • Bahnsteige am RE1 zwischen Berlin und Eisenhüttenstadt
  • Strecke Berlin-Cottbus
  • Korridor Süd (Blankenfelde-Rangsdorf)
  • Potsdamer Stammbahn (Charlottenburg -Potsdam)
  • Verlängerung S25 nach Stahnsdorf
  • div. Maßnahmen zum Ausbau der S-Bahn wie zweigleisiger Ausbau nach Bernau und nach Strausberg und die Reaktivierung der Siemensbahn

Weitere Ausbaumaßnahmen, die in der neuen Task Force besprochen werden sollen:

  • Ausbau Berliner Außenring
  • Kapazitätssteigerung Berliner Innenring
  • Berliner Stadtbahn
  • Nord-Süd-Tunnel
  • Elektrifizierung Prignitz-Express
  • Ostbahn (Berlin-Küstrin-Kietz)
  • Anhalter Bahn (Südkreuz-Ludwigsfelde)
  • Nordbahn (Wilhelmsruh – Hohen-Neuendorf)

 

Für die Realisierung der im Projekt i2030 gesteckten Ziele müssen Finanzierungsquellen auf EU-, Bundes- und Landesebene genutzt werden. Das gesamte Investitionsvolumen wird basierend auf Kostenkalkulationen der DB auf 8,5 Mrd. € geschätzt. Die wesentlichen Entscheidungen zu den favorisierten Ausbauvarianten sind getroffen.

Berlin und Brandenburg werden die Planungen weiter vorantreiben. Rund 25 Mio. € wurden bereits verauslagt. Auf der Grundlage entsprechender Vereinbarungen werden Berlin rund 111 Mio. Euro und Brandenburg rund 76 Mio. Euro für die Planungsleistungen der Deutschen Bahn mittelfristig und verbindlich zur Verfügung stellen.

Berlin und Brandenburg schlagen dem Bund vor, eine „Task Force“ i2030/Knoten Berlin zu bilden, um gemeinsam mit der DB eine Priorisierung der Ausbaufinanzierungen für die auszubauenden Korridore und das S-Bahnnetz langfristig zu sichern. Voraussetzung für die Realisierung sind die Einordnung der Projekte in den Bundesverkehrswegeplan sowie die Nutzung der Fördermöglichkeiten des Gesetzes über Finanzhilfen des Bundes zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden (GVFG).
Für Ausbaumaßnahmen auf der Görlitzer Bahn (Strecke Grünau-Königs Wusterhausen, Bahnhöfe Königs Wusterhausen und Lübbenau, Strecke Lübbenau-Cottbus) stehen über das Strukturstärkungsgesetz ca. 355 Mio. Euro für die Realisierung zur Verfügung. Hier kommt es darauf an, Planung und Umsetzung zu beschleunigen.

Dietmar Woidke: „Die Hauptstadtregion ist das Tor zu Osteuropa. Leistungsfähige Verbindungen nach Polen sind deshalb entscheidend. Berlin und Brandenburg haben zusammen mit der DB AG den zweigleisig elektrifizierten Ausbau der Bahnstrecke Berlin-Stettin auf den Weg gebracht. Ein weiteres wichtiges Projekt ist der Ausbau der Ostbahn. Hier haben wir das Bundesverkehrsministerium gebeten, die Einordnung in das transeuropäische Netz zu unterstützen, um EU-Mittel einsetzen zu können.“

Auf der „Ostbahn / Strecke 203“ konnten bereits Ertüchtigungsmaßnahmen mit mehr als 11 Millionen Euro Brandenburger Landesmittel verbessert werden. Die DB AG treibt den Neubau der Oderbrücke bei Küstrin/Kostrzyn voran. Dennoch fehlt es bisher an einem zukunftsfähigen Gesamt-Ausbau der Strecke. Die „Ostbahn“/Strecke 203 wird künftig eine Entlastungsfunktion für die Strecke Berlin – Frankfurt (Oder) – Poznań wahrnehmen müssen. Die bereits ausgebaute Strecke Berlin – Frankfurt /Oder wird, – etwa bedingt durch die Tesla-Ansiedlung in Grünheide und die Ausweitungen des Schienengüter- und Personenverkehrs – perspektivisch an ihre Kapazitätsgrenzen kommen.

Franziska Giffey: “Unser 2017 gestartetes Infrastrukturprojekt i 2030 hat bereits viele Ziele erreicht. Für die Bürgerinnen und Bürger sind die Fortschritte schon konkret spürbar. Schon am 11. Dezember 2022 geht mit dem Fahrplanwechsel das größte bislang in Deutschland vergebene Regionalverkehrsnetz ‚Netz Elbe – Spree‘ unseres Verkehrsverbundes VBB mit insgesamt 15 Verbindungen in Betrieb. Alle führen auch durch oder nach Berlin. Daran arbeiten wir weiter.“

Daniela Kluckert, Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr: „Deutschlandweit verzeichnet die Metropolregion Berlin/Brandenburg den stärksten Zuwachs an Fahrgastzahlen. Zwischen Berlin, Potsdam und dem umliegenden Brandenburger Land pendeln täglich Menschen zur Arbeit, Freunde und Familie werden besucht oder Ausflüge ins Grüne oder in die Stadt werden unternommen. Das Schienenverkehrsnetz in dieser Region verbindet Menschen, Natur, Stadt und Land und sorgt für eine effiziente, klimaneutrale und komfortable Reisemöglichkeit. Um auch zukünftig den wachsenden Ansprüchen und Kapazitäten gerecht zu werden, ist es genau richtig, frühzeitig in Projekte wie i2030 zu investieren. Wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen in den kommenden Jahren von besseren Schienenverbindungen und -infrastrukturen profitieren.“

Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern: „Zugfahren ist angesichts des Booms der Metropolregion und der Klimakrise einfach die beste Art, von A nach B zu kommen. Die Mobilitätswende gelingt aber nur mit einer leistungsfähigen starken Schiene und guten Angeboten. Mit i2030 arbeiten wir daran in Berlin und Brandenburg schon seit einigen Jahren. Erste Erfolge und zahlreiche angestoßene Projekte freuen uns, aber wir wollen jetzt raus aus der „papiernen“ Phase des Projekts und die Umsetzung starten. Der Bahngipfel ist ein starkes Signal dafür, dass es für die Reisenden schneller spürbare Verbesserungen gibt, weil alle an einem Strang ziehen.“

Pressekontakte:

Staatskanzlei des Landes Brandenburg | Heinrich-Mann-Allee 107 | 14473 Potsdam
V.i.S.d.P. Florian Engels, Tel. +49 331 866-1208| Fax +49 331 866-1415
E-Mail florian.engels@stk.brandenburg.de | www.brandenburg.de

Die Regierende Bürgermeisterin von Berlin, Senatskanzlei | Jüdenstraße 1 | 10178 Berlin
Sprecherin des Senats : Lisa Frerichs Tel. +49 30 9026-3200 | Fax +49 30 9026-3202
E-Mail presse-information@senatskanzlei.berlin.de | www.berlin.de/rbmskzl/

Schnelle Verbindungen,
pünktliche Züge,
mehr Platz in der Bahn:


Attraktiveres Bahnangebot

i2030-Zielvarianten für Potsdamer Stammbahn und Prignitz-Express

Zielvarianten für Potsdamer Stammbahn und Prignitz-Express präsentiert von Senatorin Jarasch und Minister Beermann, Foto: VBB

Berlin und Brandenburg einigen sich auf Zielvarianten für Potsdamer Stammbahn und Prignitz-Express

23.05.2022

Beim Presserundgang in der VBB-Sonderausstellung im Technikmuseum „Zug zur Zukunft – Wie geht Verkehrswende?“ verkündeten Berlins Mobilitätssenatorin Bettina Jarasch und Brandenburgs Infrastrukturminister Guido Beermann weiterführende Planungsrichtungen für die i2030-Korridore Potsdamer Stammbahn und Prignitz-Express. Nach komplexen Voruntersuchungen und Beratungen haben sich die beiden Länder für den Regionalverkehr auf der Potsdamer Stammbahn und auf eine gemeinsame Lösung für die Strecke des Prignitz-Express verständigt. Über die jetzt gefundenen Abstimmungsergebnisse soll nun im i2030-Lenkungskreis entschieden werden.

i2030-Korridor Potsdamer Stammbahn

Beim Wiederaufbau der Potsdamer Stammbahn haben sich die i2030-Partner für die Lösung als elektrifizierte, zweigleisige Strecke für Regionalzüge zwischen Griebnitzsee, Zehlendorf und Potsdamer Platz verständigt. Gegenüber einer S-Bahnlösung wird mit der Nutzung als Eisenbahnverbindung eine überregionale Wirkung erzielt. Allerdings werden nicht alle auf der Potsdamer Stammbahn geplanten Verkehre in den Nord-Süd-Fernbahntunnel geführt werden können, da er schon heute als überlasteter Schienenweg gilt. Stattdessen wird geprüft, auch Verbindungen über die „Kurve Schöneberg“ und den Berliner Innenring Richtung Berlin Ostkreuz zu führen. Zwischen Schöneberg und Treptow muss die Strecke dafür elektrifiziert und zweigleisig ausgebaut werden. Halten sollen die Züge in diesem Bereich am Südkreuz sowie gegebenenfalls in Neukölln oder an der Hermannstraße. Mit dieser zusätzlichen Erweiterung der Schieneninfrastruktur wird gleichzeitig der Ausbau des Bahnknoten Berlin weiter vorangetrieben.

i2030-Korridor Prignitz-Express

Auf dem i2030-Korridor des Prignitz-Express wird als erstes Teilprojekt der Abschnitt Velten – Neuruppin ausgebaut, um bis 2026 zwei Züge pro Stunde und Richtung auf den Linien RE6 und RB55 zwischen Hennigsdorf und Neuruppin zu ermöglichen. Zur Verbesserung der Schienenverbindung von Hennigsdorf und den Berliner Ortsteilen Tegel, Heiligensee und Reinickendorf, dem Gewerbegebiet Urban Tech Republic sowie in die Berliner Innenstadt wird die Einführung des 10-Minuten-Taktes der S-Bahn zwischen Schönholz und Hennigsdorf mit neuer Verkehrsstation Berlin Borsigwalde geplant. Eine Weiterführung der S-Bahn nach Velten ist ebenfalls Teil der kommenden Vorplanung. Die Taktverdichtung des Prignitz-Express mit zwei Zügen in der Stunde zwischen Hennigsdorf und Berlin über den Außenring ist eine neue Aufgabenstellung, da die Direkteinbindung parallel zur S25 aufgrund hoher Ausbaukosten im innerstädtischen Raum als unwirtschaftlich verworfen werden musste. Mit der neuen Lösung würden es zukünftig fünf Verbindungen pro Stunde zwischen Velten und Hennigsdorf geben.

Bettina Jarasch, Senatorin für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz des Landes Berlin:

„Wir haben gemeinsam mit Brandenburg Entscheidungen getroffen, die die Mobilitätswende in der Region und darüber hinaus einen Riesenschritt voranbringen und die beiden Bundesländer noch enger zusammenwachsen lassen. Die Potsdamer Stammbahn und der Korridor des Prignitz-Express werden den Pendlerinnen und Pendlern eine große Erleichterung bringen und die Anbindung an das Brandenburger Umland insgesamt stärken. Dabei ist die Potsdamer Stammbahn eine der letzten freien Schienenachsen, die zusätzliche Direktverbindungen zwischen Berlin und Brandenburg ermöglicht und damit auch überregionale Wirkung entfalten kann. Das Infrastrukturprojekt i2030 hat als gemeinsames Instrument zum ÖPNV-Ausbau in Berlin und Brandenburg höchste Priorität. Die jetzigen Entscheidungen stärken zugleich den Bahnknoten der Hauptstadt. Deshalb setzen wir darauf, dass auch der Bund die Umsetzung finanziell unterstützt.“

Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg:

„Wir haben uns mit Berlin intensiv damit auseinandergesetzt, wie wir die wichtigen i2030-Projekte Potsdamer Stammbahn und den Prignitz-Express voranbringen können. Jetzt sind wir bei beiden Vorhaben zu einem Ergebnis gekommen, das allen Beteiligten und insbesondere den vielen Pendlerinnen und Pendlern gerecht wird. Auf dem Korridor Prignitz-Express haben wir eine Lösung gefunden, die kostengünstiger und damit umsetzbar ist. Gleichzeitig verbessert sich die Anbindung an die Schiene, sowohl für den Norden Berlins, als auch für das Brandenburger Umland. Mit dem Wiederaufbau der Potsdamer Stammbahn schaffen wir eine wichtige zusätzliche Strecke zwischen Potsdam und Berlin. Hier geht es aber nicht nur um Resilienz, sondern wir wollen auch die Zukunft planen. Perspektivisch sind vier Regionalzüge pro Stunde und Richtung vorstellbar.“

Die verkehrlichen Ziele für den Korridor SÜD-WEST: Potsdamer Stammbahn im Überblick:

  • Schaffung einer Alternativstrecke zwischen Potsdam und Berlin mit vier Regionalzügen je Stunde
  • Erschließung von Düppel-Kleinmachnow und Europarc-Dreilinden per Schiene
  • Ausbau der S-Bahnhöfe Zehlendorf, Rathaus Steglitz und Schöneberg als Regionalverkehrshalte
  • Weiterführung der Züge in den Nord-Süd-Tunnel bzw. über den Berliner Innenring mit Halten in Südkreuz sowie gegebenenfalls Neukölln oder Hermannstraße und damit weitere Leistungssteigerung des Bahnknotens Berlin

Die verkehrlichen Ziele für die den Korridor NORD-WEST Prignitz-Express/Velten im Überblick:

  • Taktverdichtung zwischen Kremmen und Neuruppin
    • 2. Zug je Stunde im Regionalverkehr Hennigsdorf – Neuruppin (Verlängerung der RB55)
    • Einbindung des 2. Regionalzuges über den Berliner Außenring nach Berlin
  • Taktverdichtung zwischen Berlin-Schönholz – Hennigsdorf
    • 10-Minuten-Takt der S25 Nord bis Hennigsdorf mit neuer Verkehrsstation Berlin Borsigwalde
  • Angebotsstärkung zwischen Hennigsdorf – Velten
    • S-Bahnverlängerung von Hennigsdorf nach Velten

Schnelle Verbindungen,
pünktliche Züge,
mehr Platz in der Bahn:


Attraktiveres Bahnangebot

VBB-Sonderausstellung im Deutschen Technikmuseum

Sonderausstellung im Technikmuseum zur Verkehrswende

„Zug zur Zukunft – Wie geht Verkehrswende?“ VBB-Sonderausstellung im Deutschen Technikmuseum

Alle reden über die Verkehrswende, der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) setzt sie im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg um. Um den CO2-Ausstoß im Verkehrssektor zu senken, müssen sehr viel mehr Menschen vom eigenen Auto auf den klimafreundlichen öffentlichen Nahverkehr umsteigen. Dazu braucht es mehr Angebote, bessere Leistung, mehr Komfort und auch klimafreundliche Technologien für neue Züge, die ohne Dieselkraftstoffe auskommen. Grundlage aller Verbesserungen für die Fahrgäste ist zudem der Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur. Besonders mit dem groß angelegten Schienenausbauprojekt i2030 wollen Berlin und Brandenburg sowie Deutsche Bahn und VBB die Verkehrswende in der Hauptstadtregion beschleunigen. Die Sonderausstellung im Deutschen Technikmuseum in Berlin (Eingang Ladestraße) bietet den Besucher*innen einen anschaulichen Blick in die laufenden Prozesse.

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die deutschen ⁠Treibhausgas⁠-Emissionen bis 2030 um 55 % gegenüber 1990 zu mindern. Handeln ist also gefragt, wenn es um das Thema Verkehrswende geht. Der VBB arbeitet mit seinen Partnern hinter den Kulissen an vielen Stellen daran, den CO2-Ausstoß im Verkehrssektor zu senken, sei es beim Einsatz von Nahverkehrszügen mit alternativen Antrieben oder beim Ausbau des Schienennetzes der Hauptstadtregion. Das Deutsche Technikmuseum in Berlin-Kreuzberg hat zusammen mit dem VBB einen Ausstellungsort geschaffen, der einen Teil der laufenden Bestrebungen für die Öffentlichkeit erlebbar macht. Den Besucher*innen wird anhand praxisnaher Beispiele vermittelt, dass jede Fahrt im öffentlichen Nachverkehr einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leistet.

Vier Themeninseln geben einen Einblick in die aktuellen Entwicklungen:

  1. Zug zur Zukunft dient als Einleitung in die Thematik. In Übersichten werden die klimapolitischen Ziele der Bundesregierung und die regionalen Pläne für die Hauptstadtregion erläutert und wie sie unter anderem mit Hilfe des Infrastrukturprojekts i2030 umgesetzt werden.
  1. Berlin-Spandau – Nauen ist eins der größten i2030-Teilprojekte und zeigt, dass der Ausbau der Schieneninfrastruktur die Grundvoraussetzung für mehr Angebot auf der Schiene ist. Mit mehr Zügen in der Stunde, einem stabileren Fahrplan und zusätzlichen Stationen können die an der Strecke liegenden Städte, Gemeinden und der Bezirk Spandau zukünftig noch besser an das Schienennetz angebunden werden. Die Planungen werden durch die EU kofinanziert.
  1. Die historische Siemensbahn gehört zu den regionalen Schienenstrecken, die in den kommenden Jahren reaktiviert werden. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, der seit 1980 stillgelegten Strecke werden in der Ausstellung beleuchtet und wie es gelingt, dass bis zum Ende des Jahrzehntes wieder S-Bahnen zum neu wachsenden Ortsteil Siemensstadt Square fahren.
  1. Alternative Antriebe für Züge stellen wichtige Brückentechnologien dar, um noch nicht elektrifizierte Strecken vom fossilen Diesel unabhängig zu machen. Die neuen Technologien für Batterietriebzüge und Wasserstofftriebzüge werden im Museum vorgestellt. Sie sollen dabei helfen, bis 2037 einen kompletten Umstieg auf umweltfreundliche Antriebsarten auf der Schiene in Berlin und Brandenburg zu ermöglichen.

Zugang und Kosten

Die Sonderausstellung kann innerhalb der geltenden Öffnungszeiten des Deutschen Technikmuseums von Dienstag bis Freitag: 9 – 17:30 Uhr und Samstag, Sonntag & Feiertage: 10 – 18 Uhr voraussichtlich bis Ende Mai 2023 besucht werden. Die Eintrittskarte für 8 Euro und ermäßigt 4 Euro gilt am selben Tag für das gesamte Museum und das Science Center Spectrum (Online-Ticketing: www.technikmuseum.berlin/tickets).

Deutsches Technikmuseum
Trebbiner Straße 9

10963 Berlin
Achtung: Die Ausstellung ist im Museumsbereich Ladestraße zu sehen (Eingang Ladestraße, Zugang über Möckernstr. 26)

Weitere Infos: www.technikmuseum.berlin

Schnelle Verbindungen,
pünktliche Züge,
mehr Platz in der Bahn:


Attraktiveres Bahnangebot

Entwurf des neuen LNVP Brandenburg der Öffentlichkeit zugänglich gemacht

Landesnahverkehrsplan Brandenburg 2023-2027, Grafik MIL

Stellungnahmen zum Entwurf des neuen LNVP Brandenburg bis 21. Juni 2022

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) im Land Brandenburg ist weiterhin auf Wachstumskurs. Die Hauptstadtregion entwickelt sich dynamisch. Entsprechend ist es das verkehrspolitische Ziel, die Mobilität der Einwohnerinnen und Einwohner zu verbessern und dabei nachhaltig sowie klimaschonend zu gestalten. Das Rückgrat für den ÖPNV bildet der Schienenpersonennahverkehr (SPNV).

Das ÖPNV-Gesetz des Landes sieht nach § 7 vor, dass alle fünf Jahre der LNVP für den SPNV fortgeschrieben wird. Das Land Brandenburg als Aufgabenträger für den SPNV definiert durch ihn, wie im Sinne der Daseinsvorsorge und Strukturentwicklung eine ausreichende Bedienung im SPNV erfolgen soll. Der neue LNVP korrespondiert dabei mit umfassenden und integrierten Verkehrs-, Raumordnungs- und Stadtentwicklungsstrategien. Insbesondere sind hier die Mobilitätsstrategie des Landes Brandenburg und das Projekt i2030 zu nennen. Weiterhin korrespondiert der LNVP mit dem aktuellen Berliner Nahverkehrsplan.

Die Erarbeitung des Landesnahverkehrsplans 2023-2027 im Entwurf ist abgeschlossen. Der Entwurf ist nun über eine digitale Plattform veröffentlicht. Damit wird den Aufgabenträgern des kommunalen ÖPNV, den Landesbeauftragten für Gleichstellung und Behinderung sowie allen Bürgerinnen und Bürgern, Verbänden und weiteren Institutionen die Möglichkeit der Beteiligung gegeben.

Die Stellungnahmen sind ausschließlich digital via der Öffentlichkeitsbeteiligungsplattform https://brandenburg-bewegen.de einzusenden und stets kapitelbezogen zu verfassen. Sie haben die Möglichkeit zwischen dem 10. Mai und dem 21. Juni 2022 Ihre Stellungnahme einzureichen.

Nach Auswertung der eingegangenen Stellungnahmen wird der Entwurf überarbeitet, finalisiert und nach der Benehmensherstellung im zugehörigen Landtagsausschuss in Kraft gesetzt.

Schnelle Verbindungen,
pünktliche Züge,
mehr Platz in der Bahn:


Attraktiveres Bahnangebot

S-Bahn Berlin tauft einen Zug auf den Namen „Stahnsdorf“

Zugtaufe in Babelsberg mit dabei v.l.: Pro S-Bahn Stahnsdorf e.V. Vorsitzender Thomas Ehrich, DB-Konzernbevollmächtigter Alexander Kaczmarek, S-Bahn-Chef Peter Buchner, Brandenburgs Infrastrukturminister Guido Beermann, Bürgermeister von Stahnsdorf Bernd Albers, Foto S-Bahn Berlin

Rollender Botschafter für i2030-Schienenausbau: S-Bahn Berlin tauft einen Zug auf den Namen „Stahnsdorf“

07.05.2022

Stahnsdorf soll ran ans S-Bahn-Netz – und hat dafür heute ein Zeichen gesetzt. Brandenburgs Infrastrukturminister Guido Beermann, der Konzernbevollmächtigte der DB für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, Alexander Kaczmarek, S-Bahn-Chef Peter Buchner und Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers haben am Vormittag auf dem Bahnhof Potsdam-Babelsberg mit Sekt einen S-Bahnzug auf den Namen „Stahnsdorf“ getauft.

Die Gemeinde im Südwesten Berlins soll im Rahmen des großen Schienen-Infrastrukturprogramms i2030 einen S-Bahn-Anschluss bekommen – die Vorplanungen dazu haben begonnen. Die Finanzierung des Planungsschrittes sichert das Land Brandenburg ab. Für den zweigleisigen Ausbau der S-Bahn zwischen Südende und Lichterfelde Ost hat das Land Berlin die Finanzierung der Vorplanung übernommen. Damit werden zwei wesentliche Bedingungen geschaffen, um zukünftig einen stabilen 10-Minutentakt auf der S25 bis Stahnsdorf zu ermöglichen. Mit dem Abschluss der Planungen und den Erhalt aller behördlichen Genehmigungen wird nach aktuellem Stand im Jahr 2028 gerechnet. Die Inbetriebnahme ist mit Absicherung der Finanzierung für 2032 angestrebt.

Bis es so weit ist, wird nun ein frisch sanierter Zug der Baureihe 481 mit dem Namen der Gemeinde als Botschafter in Berlin und Umland unterwegs sein. Das Sanierungsprogramm des größten Teils der S-Bahn-Flotte läuft seit Herbst 2019. Mehr als 160 Fahrzeuge wurden bereits runderneuert. Dieser Zug ist nun der erste, der auf der S7 (Ahrensfelde – Potsdam) zum Einsatz kommt.

Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Dass wir dem Ziel der S-Bahnverlängerung nach Stahnsdorf Schritt für Schritt näher kommen, wird mit der heutigen Zugtaufe für alle sichtbar. Ab sofort rollt der Name Stahnsdorf auf einem Zug der Berliner S-Bahn durch die Hauptstadt und Umgebung. Im Rahmen von i2030 stellen wir als Land rund sechs Millionen Euro für die Planung bereit. Mit der Verlängerung entfällt für viele Pendlerinnen und Pendler die bisher umständliche Fahrt nach Teltow oder die gesamte Autofahrt in die Berliner Innenstadt. Damit steigt die Attraktivität der gesamten Region Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf (TKS) weiter.“

DB-Konzernbevollmächtigter Alexander Kaczmarek: „Die Mobilitätswende gelingt nur mit einer starken Schiene, mit mehr umweltfreundlichem Verkehr auf mehr moderner Infrastruktur. Dafür stellen wir mit i2030 die Weichen. Der S-Bahn-Anschluss von Stahnsdorf ist ein wichtiger Bestandteil dieses Konzeptes.“

Der S-Bahn-Anschluss soll die Mobilität der 16.200 Einwohner Stahnsdorfs entscheidend verbessern, denn rund 6.000 von ihnen pendeln täglich, davon knapp die Hälfte nach Berlin, und die meisten mit dem Auto. Im Berufsverkehr ist oft Staustehen angesagt.

S-Bahn-Chef Peter Buchner: „Schneller als mit der S-Bahn kommen die Stahnsdorfer nicht in die Berliner Innenstadt – in 30 Minuten ist man dann am Potsdamer Platz. So werden hoffentlich viele ihr Auto künftig stehenlassen – ganz im Sinne des Klimaschutzes. Und ab heute wird S-Bahnfahren aus Potsdam nach Berlin noch attraktiver: Zug für Zug werden nun auch die Fahrzeuge auf den Nord-Süd-Linien runderneuert. Heute können sich die Fahrgäste über den ersten freuen.“

Thomas Dill, Bereichsleiter des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB): „Die Region Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf stellt mit der Stammbahn einen der wichtigsten Entwicklungskorridore im Projekt i2030 dar. Mit der geplanten S-Bahnverlängerung nach Stahnsdorf kommen wir unserem Ziel der besseren Anbindung bereits einen guten Schritt näher. Unser Ziel ist, die Verkehrswende voranzutreiben und dazu gehört auch, den umweltfreundlichen Schienenverkehr kontinuierlich weiter auszubauen.“

Bernd Albers, Bürgermeister von Stahnsdorf: „Wir wollen den Verkehr von der Straße bringen und auf nachhaltige Weise entwickeln. Dafür ist die Verlängerung der S-Bahnlinie 25 nach Stahnsdorf unverzichtbar. Seit vielen Jahren arbeitet die Verwaltung hart daran, und ich bin dankbar für diese Unterstützung. Den symbolischen Akt einer Zugtaufe verstehe ich als Auftrag, den Wiederanschluss unseres Ortes an das Berliner S-Bahnnetz weiter zu forcieren. Ich zähle dabei auf die Unterstützung aller Beteiligten.“

Das Berliner S-Bahnnetz ist das meistgenutzte in ganz Deutschland. Es umfasst 340 Kilometer mit 168 Stationen. Im Projekt i2030 planen die Länder Berlin und Brandenburg, die Deutsche Bahn und der VBB gemeinsam den Ausbau der Schieneninfrastruktur der kommenden Jahre in unserer Region. Das Ziel: mehr und bessere Schienenverbindungen für die Menschen, die hier leben.

Schnelle Verbindungen,
pünktliche Züge,
mehr Platz in der Bahn:


Attraktiveres Bahnangebot

Zukunftsort seit 125 Jahren – bei Siemensstadt Square und Siemensbahn geht es voran

Historischer Bahnhof Siemensstadt, zu Besuch Berlins Regierende Bürgermeisterin, Franziska Giffey, Siemens-Vorstand und CEO Digital Industries, Cedrik Neike, der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn (DB) für Berlin, Alexander Kaczmarek und Bereichsleiter beim VBB Thomas Dill, Foto VBB

Zukunftsort seit 125 Jahren – bei Siemensstadt Square und Siemensbahn geht es voran

06.05.2022

  • Vor 125 Jahren kaufte Siemens & Halske das erste Grundstück in der heutigen Siemensstadt.
  • Ein digitaler Zwilling macht Planung, Bau und Betrieb des neuen Stadtquartiers intelligent und nachhaltig
  • Neustart der Siemensbahn im Zeitplan: Planungen laufen, Öffentlichkeitsbeteiligung startet. Ab 2029 heißt es „Zurück am Ring“
125 Jahre nach der ersten Investition in die Siemensstadt sollen hier bis 2035 rund eine Million Quadratmeter Geschossfläche für Industrie, Gewerbe, Forschung und Lehre, Wohnen, Beherbergung und soziale Infrastruktur entstehen. Als hybride Stadt wird die Siemensstadt Square nicht nur Wohnen und Arbeiten, sondern auch die digitale mit der realen Welt verbinden: Für die Planung, den Bau und den späteren Betrieb des Areals wird ein ganzheitlicher digitaler Zwilling genutzt, ein virtuelles Abbild der Siemensstadt Square.
 
Der „Digital Twin“ bildet neben einzelnen Gebäuden auch die Infrastruktur mit Straßen, Freiflächen, Medien- und Energieversorgung ab. So entsteht erstmals ein ganzheitliches Modell. Alle Projekt- und Live-Daten laufen dafür in einer Plattform zusammen. Die Beteiligten des Projekts können auf diese Daten zugreifen und über die Plattform zusammenarbeiten. Ein Ziel ist, die Gebäude und Infrastrukturen zu optimieren, noch bevor sie gebaut werden. Zusätzlich schafft die digitale Planung die Grundlage, um das Stadtquartier auch im späteren Betrieb smart zu machen. Der Zukunftsort entsteht zwei Mal – erst digital, dann real.
 
Um den Industriestandort fit für die Zukunft zu machen, entstehen insgesamt zwei Produktionshubs mit rund 180.000 m² Nutzfläche. Der von Siemens genutzte Hub wird auf dem Gelände des heutigen Dynamowerks angesiedelt. Hier wird unter anderem die Produktion des Schaltwerks für Mittelspannung und Niederspannung integriert werden. Eine ehemalige Versandhalle wird zu einer Fläche für Forschung und Entwicklung mit Laborzonen und einem Reinraumbereich umgebaut. In dieses Gebäude zieht neben Siemens Technology auch das Werner-von-Siemens Centre for Industry and Science e.V. (WvSC) ein. Im Ökosystem des WvSC in Siemensstadt forschen schon heute 28 Mitgliedsorganisationen an innovativen, praxisnahen Lösungen für den Produktions-, Energie- und Mobilitätswandel. 
 
Auch der Neustart der Siemensbahn ist im Zeitplan, das wurde bei einem Vor-Ort-Besuch auf dem Bahnhof Siemensstadt deutlich. Derzeit laufen die Planungen: Die DB führt eine umfangreiche Bauwerksprüfung durch, unter anderem werden Stahl- und Betonproben entnommen und der zukünftige Korrosionsschutz am Stahlviadukt getestet. Ebenso startet nun die frühe Öffentlichkeitsbeteiligung für die Anwohner*innen: Aktuelle Informationen stehen online im Bauinfoportal der DB zur Verfügung, im Herbst wird sich das Projekt zudem in einer Dialogveranstaltung vorstellen. Ab 2029 heißt es für die Noch-Dornröschen-Stationen Gartenstadt, Siemensstadt und Wernerwerk dann „Zurück am Ring“. Denn die Siemensbahn stellt für das Quartier die wichtige Verbindung zur Ringbahn her.
 Die 4,5 Kilometer lange Strecke ging 1929 in Betrieb, seit 1980 fahren keine Züge mehr. Bis 2029 wird sie nun für rund 500 Millionen Euro reaktiviert, um das neue Stadtquartier zu erschließen und klimagerechte Mobilität zu gewährleisten. Das Land Berlin übernimmt im Rahmen des Projekts i2030 die Finanzierung der Planungen. Die DB saniert rund 30 Brücken oder baut sie neu, errichtet Stützwände, verlegt neue Gleise, Weichen und Signaltechnik. Die historischen Bahnhöfe werden modernisiert und barrierefrei ausgebaut. 
 
Franziska Giffey, Regierende Bürgermeisterin von Berlin: „Siemensstadt Square wird maßgeblich dazu beitragen, Berlin zu einem der Top-Wirtschaftsstandorte in Europa zu machen. Am Siemens-Standort in Spandau wurde Geschichte geschrieben, mit dem Siemensstadt Square wird jetzt Zukunft in Berlin gestaltet. Hier entsteht ein neuer Stadtteil, in dem die industrielle Produktion der Zukunft genauso wie Wissenschaft und Forschung Platz finden. Gemeinsam mit Siemens werden wir dieses Quartier zu einem attraktiven Ort für die Berlinerinnen und Berliner und Gäste unserer Stadt machen. Neben Arbeitsplätzen und Gewerbeflächen sollen hier auch rund 2.700 Wohnungen entstehen. Mit der Siemensbahn wird eine attraktive Anbindung dazukommen. All das wird den gesamten Bezirk voranbringen. Der Schlüssel ist eine enge Zusammenarbeit von Land, Wirtschaft und Wissenschaft. Das ist bisher unser Erfolgsrezept und das bleibt es auch bei unserem neuen gemeinsamen Projekt für das Berlin des 21. Jahrhunderts.”
 
„Bei Siemens sind wir vom Potential der Digitalisierung überzeugt: Wir verbinden die virtuelle mit der realen Welt, um in Industrie und Infrastruktur mit weniger mehr zu erreichen. Seit heute machen wir das auch für die Siemensstadt Square“, sagt Cedrik Neike, Vorstandsmitglied der Siemens AG und CEO der Geschäftseinheit Digital Industries. „Mit einem digitalen Städtezwilling simulieren und testen wir den zukünftigen Kiez vorab in der digitalen Welt, um ihn später in der realen Welt nachhaltiger, inklusiver und somit lebenswerter machen zu können.“
 
„Mit Siemensstadt Square stärken wir den Industriestandort, sichern die Produktion vor Ort und gestalten einen modernen Zukunftsort, der neu definiert, wie wir in Zukunft leben, arbeiten, produzieren und forschen werden“, so Stefan Kögl, General Manager Siemensstadt Square.
 
Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern: „Die neue Siemensbahn wird innerhalb der Siemensstadt Square sichtbar! Schon jetzt starten wir mit der Baukommunikation zur Wiederinbetriebnahme der historischen Strecke. Wenn die Siemensstadt in den nächsten Jahren ihr Gesicht verändert, wollen wir auch die Anwohner*innen dauerhaft über die Fortschritte in Planung und Bau vor Ort informieren. Ab 2029 heißt es dann: Zurück am Ring!“
 
Presseinfo von von Siemens, Deutsche Bahn und Land Berlin

Schnelle Verbindungen,
pünktliche Züge,
mehr Platz in der Bahn:


Attraktiveres Bahnangebot