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i2030-BOTSCHAFTER:IN

Ansgar Scharnke
Bürgermeister der Gemeinde Neuenhagen bei Berlin

politik

Gemeinde Neuenhagen bei Berlin mit Bürgermeister Ansgar Scharnke

Die Brandenburger Gemeinde Neuenhagen, mit rund 20.000 Einwohner*innen, liegt am östlichen Stadtrand Berlins. Mehr als 1.500 Gewerbebetriebe aus Logistik, Handel, Bau und Handwerk sind im Ort beheimatet. Darüber hinaus gibt es im gesamten Ort zahlreiche klein- und mittelständische Unternehmen, die für Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft sorgen. Gemeinsam mit der Nachbargemeinde Hoppegarten bildet Neuenhagen ein Mittelzentrum in Funktionsteilung. Die Kommune übt damit eine Versorgungsfunktion für die anliegenden Nachbargemeinden aus.

Beim geplanten i2030-Ausbau profitiert Neuenhagen vom geplanten 10-Minuten-Takt der S-Bahnlinie S5, der derzeit nur bis Hoppegarten führt. Statt alle 20 Minuten kann mit dem i2030-Ausbau der Infrastruktur die S-Bahn dann alle 10 Minuten bis Strausberg verkehren. Dafür wird die Strecke (teil)zweigleisig ausgebaut. Derzeit läuft die Vorplanung durch die DB InfraGO AG, diese wird vsl. im Jahr 2026 abgeschlossen sein. Mit den dabei erarbeiteten Grundlagen werden Fachgespräche mit den Kommunen geführt und die Bürger*innen über die aktuellen Stände informiert.

Im Interview schildert Bürgermeister Ansgar Scharnke (Die Parteilosen), wie der Bahnanschluss entlang der historischen Ostbahn in den letzten Jahrzehnten die Entwicklung der beiden Ortsteile von Neuenhagen zu einem lebenswerten Wohnort gemacht hat. Täglich nutzen zahlreiche Pendler*innen die S-Bahnverbindung, um zu ihrem Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu kommen.

Ein Augenmerk bei der jetzigen Planung legt der Bürgermeister auf die höhengleichen Schienenquerungen (Bahnübergänge/Bahnschranken), die beide Ortsteile verbinden. Mit der erhöhten Taktung muss geklärt werden, ob diese Schranken erhalten bleiben können oder andere Lösungen für die Querungen gefunden werden müssen. Herr Scharnke sieht an der Hauptverkehrsverbindung beider Ortsteile am Bürgerhaus eine Unterführung der Schienen als mögliche Lösung an, durch die das i2030-Projekt noch mehr Akzeptanz bei den Neuenhagenern erfahren würde. Die Frage der Querung muss mit allen beteiligten Akteuren, auch unter Beachtung von städtebaulichen Belangen und von Kostenaspekten, im weiteren Projektverlauf geklärt werden.

Die Kommune setzt sich dafür ein, alle Verkehre auf die S-Bahnstation auszurichten, damit Pendler*innen, zu Fuß, mit Fahrrad, Bus oder Auto den Bahnhof gut erreichen und der öffentliche Nahverkehr gestärkt wird. Dazu plant die Gemeinde in den kommenden Jahren die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes. Der Bau einer Radabstellanlage mit 280 neuen Fahrradstellplätzen steht unmittelbar bevor.

Die i2030-Partner freuen sich, mit der Gemeinde in den kommenden Planungsphasen einen engen Austausch für die Umsetzung des 10-Minuten-Takts zu führen. Gemeinsam wollen wir das Gemeinschaftsprojekt i2030 der Länder Berlin und Brandenburg, der Deutschen Bahn und des VBB bei der Bevölkerung bekannter machen, denn nur mit dem gemeinsamen Willen kann die Realisierung des Großprojektes gelingen.

Botschafter:innen für i2030